Eyetracking Labor

Das Ludwig-Meyer-Institut ist einer der wenigen forensisch-psychiatrischen Lehrstühle, der die Erfassung von Augenbewegungen in seinen Forschungsprojekten einsetzt. Das Eyetracking Labor ist mit einem SMI RED Eyetracker ausgestattet, der die Erfassung von Augenbewegungen mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung gestattet. Insbesondere die Möglichkeit des Systems, Kopfbewegungen in Echtzeit zu erfassen und zu korrigieren ist für Probanden sehr komfortabel, da keine Fixierung des Kopfes notwendig ist.

Anhand von Augenbewegungen ist es möglich, genaue Einblicke in die Aufmerksamkeitszuweisung des Menschen beim Betrachten von Reizen zu erlangen.

Dabei können Augenbewegungen grundsätzlich in Fixationen und Sakkaden eingeteilt werden. Fixationen sind durch Phasen definiert, in denen das Auge in relativer Ruhe ist und eine Informationsaufnahme stattfinden kann. Sakkaden sind sehr schnelle Bewegungen des Auges, währenddessen keine Informationsaufnahme stattfindet.

Die Untersuchung von Augenbewegungen dient sowohl der grundlagenwissenschaftlichen Erforschung von Aufmerksamkeitsprozessen bei forensisch-relevanten Störungen als auch der Entwicklung von neuen Verfahren zur Diagnostik und Prognostik.